• KuK Monschau

    KuK Monschau

    Aktivitäten und Projekte
  • 1
  • Aktivitäten/Projekte
  • Projekte
  • Europa in Bildern erzählt

Europa in Bildern erzählt

Eine Foto-Ausstellung zur europäischen Geschichte und Identität nach 1945


Dieses NRW-geförderte Projekt des Kunst- und Kulturzentrums der StädteRegion Aachen mit Magnum Photos und RWTH Aachen will insbesondere bei jungen Leuten den Diskurs über Europa anregen.

The Reichstag building(Foto: The Reichstag building, Berlin, Germany, 1946 © Werner Bischof/Magnum Photos)

Der Reichstag in Berlin, trotz Zerstörung noch erkennbar, im dunstigen Hintergrund vor Straßen und Plätzen, die in Schutt und Asche liegen. Ein bosnischer Soldat, im Schnee vor dem Grab seiner jungen Frau hockend, die bei einem serbischen Angriff ums Leben kam. Junge Menschen, die mal auf ihre Laptops, mal auf Gespräche mit Gleichaltrigen konzentriert auf dem Hauptplatz in Bologna sitzen. Was haben diese drei verschiedenen Momentaufnahmen gemeinsam? Sie alle beschäftigen sich mit Europa und stehen für etwas, das den Staatenbund ausmacht. Und diese Beschreibungen gehören zu nur drei von insgesamt 51 Fotografien einer Ausstellung, die mehr will, als „nur“ betrachtet werden: Partizipation statt Rezeption bei einem Thema, das alle angeht.

„Europa erscheint heute vielen Menschen selbstverständlich – insbesondere jungen Menschen, die es nicht anders kennen, als dass sie jederzeit grenzenlos reisen und Frieden in ihrer Heimat als sichere Basis für Entfaltung nutzen können“, weiß Dr. Nina Mika-Helfmeier. Die Leiterin der Stabsstelle Kultur der StädteRegion Aachen, die auch das städteregionale Kunst- und Kulturzentrum (KuK) in Monschau verantwortet, hat die Erfahrungen der und die gewaltige Resonanz auf die Europa-Ausstellungen im Vorjahr zum Anlass genommen, ein Folgeprojekt des „Kunst-Koffers Menschenrechte“ zu initiieren.

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, hat sie ihre jahrelangen Kontakte zur renommierten Agentur Magnum Photos mit Hauptsitz in Paris genutzt, um exklusiv eine Wanderausstellung zusammenzustellen. 30 Rahmen mit jeweils ein bis zwei Fotografien illustrieren von den Anfängen in den Nachkriegsjahren bis zum Brexit in der Gegenwart die Entwicklung Europas als Friedensunion und verschiedene Themen, die Europäer bewegen. War es anfangs das Streben nach der Sicherheit eines Bündnisses, das Armut und Krieg in seinen Mitgliedsstaaten verhindern will, strebt das Themenspektrum über Solidarität und Studentenrevolten, Wirtschaftswunder und –krisen, Mauerbau und –fall, Arbeit(slosigkeit), Terror, Flüchtlingsstrom hin zu Konsum, Kommerz und Klima sowie Jungsein und Altern in der EU. Nicht nur mit Blick auf den Austritt Großbritannien aus dem Bund stellt sich immer wieder die Frage: Wozu ist Europa eigentlich gut? Zahlreiche Antworten darauf liefern die Rahmen mit Fotos samt Beschriftung auf festen Verbundplatten, wollen zudem dazu auffordern, individuelle und gern neue Antworten zu finden. Denn Anliegen der Wanderausstellung ist, den Diskurs anzuregen – und über diesen auch dazu, dass jeder für den Staatenbund, in dem er lebt, ein bisschen mehr Verantwortung übernimmt.

Dabei helfen will didaktisches Begleitmaterial mit Arbeitsanregungen, das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen entstanden ist. Bildungs-, Jugend- und Kultur-Einrichtungen sowie Schulen können die Wanderausstellung für jeweils zwei bis drei Wochen ausleihen und aktiv mit ihr arbeiten. „Je mehr Ideen, Lösungen, Argumente dabei herauskommen, je mehr junge Menschen sich eine Meinung bilden und diese ausdrücken - gern auch kreativ-, statt schweigend die EU als gegeben hinzunehmen, desto besser“, hoffen die Projektinitiatoren auf viele Leihnehmer, die diese Chance wahrnehmen, kostenlos qualitätsvolle Fotografien aus dem Magnum-Fundus präsentieren zu dürfen und dabei auch noch zum Europa-Diskurs beizutragen.

Die Wanderausstellung mitsamt pädagogischem Begleitmaterial lässt sich kostenlos entleihen. Interessierte wenden sich mit Terminanfragen an Paula Schoop unter Telefon 0241/5198-2612 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. 


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok