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Vom Seniorenheim zum Parkdeck

Das Projekt „economy meets art“ der StädteRegion ist in die zweite Runde gegangen. Mit einer Gesamtsumme von rund 26.000 Euro förderte die StädteRegion Aachen in ihrem Programm „economy meets art“ (ema) Kunstschaffenden der Region, die in einem Auswahlverfahren bei der Stabsstelle Kultur überzeugen konnten.

In den Sparten Film, Fotografie, Kleinkunst, Literatur, Performance und Theater meldeten sich seit dem Start von „ema“ Künstlerinnen und Künstler mit spannenden Planungen und Projekten: „Wir sind sehr glücklich über diese Möglichkeit, aber wir haben schon sehr genau geprüft, ob ein Antrag eine gute Basis hatte“. Auch Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier hat Hoffnung: „Es ist ein gutes Zeichen, dass wir über weitere Mittel verfügen. Ursprünglich mussten wir ja von 18.000 Euro ausgehen.“

Auch diesmal haben sich die Interessenten über den Kontakt des Fotografie-Forums des Kunst- und Kulturzentrums (KuK) der Städteregion in Monschau beworben und mussten einen umfangreichen Bewerbungsbogen mit Details zu ihren Überlegungen ausfüllen. „Aktionen in dieser Zeit verlangen vorausschauende Planung, wir dürfen niemanden dem Risiko einer Corona-Infektion aussetzen.

In der zweiten Runde konnten zunächst erneut Stipendien in Höhe von 500 bis 2000 Euro vergeben werden. Die Summe, über die man verfügen konnte, reichte für sieben von 39 neuen Bewerbern, die vielfach soziales Engagement mit ihren künstlerischen Fantasien verbinden – etwa Marion Mellin. Die Schmuck- und Objektdesignerin wird eine „Erinnerungsworkshop“ veranstalten und Menschen in vier Seniorenzentren oder Altenheimen unter dem Motto „Mein Lieblingsstück“ zum Erzählen auffordern. Sie bringen zu einer kleinen Gesprächsrunde ihr „Lieblingsstück“ mit. Die Künstlerin wird über Material und Kunsthandwerk berichten, Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ihren Lieblingen: die schöne Halskette – ein Geschenk? der Anhänger – ein Symbol? der goldene Ring – ein liebevolles Versprechen? Das Zigarettenetui oder die Krawattennadel – die Erinnerung an einen Freund? Sogar kleine Reparaturen sind möglich, denn die Fachfrau bringt das richtige Werkzeug mit.

Ein „alternativer Weihnachtsmarkt“ ist das mutige Projekt von Chris Kukulis. Der Musiker und DJ mit allerhand Erfahrung möchte auf dem leeren Parkdeck des Büchel-Parkhauses lokale Künstler, Designer, Kreative einladen, zu Live-Musik, die er mit befreundeten Musikern organisiert, eine Möglichkeit zur Begegnung an mehreren Wochenenden zu schaffen – bei Einhaltung aller nötigen Abstandsregeln, denn der Platz wäre da.
Nur zwei Beispiele von einer Vielzahl guter Ideen – „economy meets art“ steht hinter den Künstlerinnen und Künstlern. Alle hoffen, dass es auch in 2021 weitergeht. „Wir setzen uns dafür ein“.

Weitere Infos: www.staedteregion-aachen.de/stipendien

 


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